Samstag, 29 Juli 2017 14:40

Heißausbildung im Brandcontainer

Eine nicht alltägliche Ausbildung stand für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Mauer am vergangenen Samstag auf dem Programm. Es ging nach Altensteig zu einer Brandcontaineranlage zur Heißausbildung. Bereits gegen 6 Uhr machten sich 14 Atemschutzgeräteträger und drei Helfer auf den Weg in das 130 Kilometer entfernte Altensteig.

Altensteig liegt in der Nähe von Nagold. Hier hat die örtliche Feuerwehr eine Brandcontainer-Anlage errichtet, die aus mehreren miteinander verbundenen Seecontainern besteht. Die Befeuerung wird mittels Holz und Tannenzweigen erzeugt, so dass nahezu realistische Bedingungen in den nachgestellten Räumen herrschen. Bei Nullsicht und großer Hitze können hier Wohnungs-, Zimmer-, Silo-, Keller-, und Industriebrände nachgestellt werden.

Begrüßt wurden wir durch den Ausbildungsleiter Roland Traub, der uns nach einem theoretischen Teil auch wichtige Sicherheitshinweise für die Übungen mit auf dem Weg gab. Nach der Überprüfung der Ausrüstung wurden alle Atemschutzgeräteträger zur Wärmegewöhnung ein einen Container geführt. Hier wurde gezeigt, wie bei einem Entstehungsbrand der Raum sich relativ schnell mit Rauch füllt und die Hitze auf bis zu 400 Grad Celsius ansteigt.

Anschließend erhielten einzelne Trupps verschiedene Übungsszenarien, die unter realistischen Gegebenheiten abgearbeitet werden mussten. Verlangt wurden neben der klassischen Brandbekämpfung auch Menschenrettungen – hier galt es, die ca. 80 Kilogramm schweren Dummies aus den auf ca. 250 bis 400 Grad Celsius aufgeheizten Containern bei Nullsicht zu retten. Die körperliche und psychische Belastung eines Atemschutzgeräteträgers ist hierbei enorm, da sehr viele Faktoren beachtet werden müssen. Wie erkenne ich eine bevorstehende Durchzündung? Wann führe ich eine Rauchgaskühlung durch? Sind Personen noch im Raum? Sind eventuell Gasflaschen im Raum, die jederzeit platzen können? Diese einzelnen Umstände müssen unter Stress richtig eingeschätzt werden.

Insgesamt führe jeder Trupp drei Durchgänge durch, so dass nahezu jede Lage geübt wurde. Durch die Ausbilder kamen sehr viele positive Rückmeldungen zu den einzelnen Atemschutzgeräteträgern zurück. Der Leiter bestätigte unserem Kommandanten Tobias Braun den hohen Ausbildungsstand unserer Wehr und dass wir für den Ernstfall bestens gerüstet sind.

Einen besonderen Dank geht an dieser Stelle an unseren Förderverein Strahlrohr, der die Finanzierung für diesen wichtigen und nicht alltäglichen Übungstag übernommen hat. Die Rückmeldung der Mannschaft hat gezeigt, dass es ein voller Erfolg war und die Erwartungen wiedermal übertroffen wurden.

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